Grußwort zur Festveranstaltung 20 Jahre BESSY am 19. Oktober 1999

Lieber Herr Kollege Thomas,

das was Sie da eben über die künftige Stabilität der Bundesfinanzierung von Wissenschaft, Forschung und Bildung gesagt haben, haben wir sehr gerne gehört. Es stimmt uns optimistisch und gibt uns Mut auch für die Berliner Politik.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, meine Damen und Herren,

vor 20 Jahren (am 05.03.1979) fand die feierliche Unterzeichnung des Rahmenvertrages über die Errichtung und den Betrieb einer Speicherringanlage im Gartensaal des Schlosses Charlottenburg statt. Wer damals prophezeit hätte, dass die 20-Jahr-Feier im Angesicht eines BESSY II Speicherrings in Berlin-Adlershof auf dem Gelände der ehemaligen Akademie der Wissenschaften der DDR stattfinden würde, der wäre wohl als Phantast abgetan oder bestenfalls milde belächelt worden. Auch die beispiellose Dynamik der Forschung mit Synchrotron-strahlung in Berlin haben wohl nur die allergrößten Optimisten für möglich gehalten. Für die damalige, allein politisch begründete Entscheidung des Bundes, Berlin als Standort für eine Synchrotronstrahlungsquelle zu wählen, können wir nicht genug dankbar sein. Selten hat eine einzelne Maßnahme so sehr als Initialzündung für die sprunghafte Entwicklung eines Forschungsfeldes gewirkt wie in diesem Fall. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass es damals auch für mich - als frisch berufenen, jungen Lehrstuhlinhaber der Experimentalphysik an der FU - selbstverständliche Verpflichtung war, bei BESSY I Experimente durchzuführen. Wir alle haben damals diese Herausforderung mit zunehmender Überzeugung, ja Begeisterung aufgenommen.

Und ohne Übertreibung kann man heute sagen, dass das Großgerät BESSY die in es gesetzten Hoffnungen nicht nur erfüllt, sondern weit übertroffen hat. Zum einen wurden bei BESSY I (und jetzt BESSY II) zahlreiche grundlegende wissenschaftliche aber auch technologiebezogenen Erkenntnisse gewonnen. Zum andern - vielleicht noch deutlicher und für jedermann sichtbar - an dem personellen und apparativen Ausbau, der in unmittelbarem Zusammenhang mit der Nutzung der Synchrotronstrahlung an vielen Berliner und auch seit 1991 auch an Brandenburger Forschungseinrichtungen stattfand. BESSY hat im Laufe der Jahre eine zentrale Funktion im Forschungsspektrum dieser Region erhalten und ist zugleich ein fester, hoch angesehener Bestandteil der nationalen und internationalen Community. Das Wort vom "Mekka" der Synchrotronstrahlungs-Forschung ist schon angesprochen worden. Die hervorragende Qualität der BESSY-Synchrotronstrahlung bei exzellentem Nutzer-Service zieht Physiker und Chemiker, Chip- und Mikrosystem- Entwickler, Biologen und Mediziner aus aller Welt nach Berlin. Die Festvorträge werden dies gewiss anschaulich verdeutlichen.

So bedarf es auch keiner Hellseherei, um vorauszusagen, dass auch die Standortentscheidung von 1992 zur Errichtung von BESSY II in Berlin-Adlershof einen weitreichenden Aufbruch markiert. Der Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Berlin-Adlershof, auf dem wir uns befinden, ist schon heute ohne BESSY II kaum mehr vorstellbar - ich erinnere als ein Beispiel unter vielen nur an das gerade kürzlich öffentlich vorgestellte Zentrum für Mikrosystemtechnik, welches - gemeinsam von mehrerer Instituten betrieben - als Dienstleistungseinrichtung für die Wirtschaft (insbes. für KMU's) hier arbeiten wird und ganz zentral auf die Verfügbarkeit der Synchrotronstrahlung setzt.

Der Erfolg von BESSY baut nicht allein auf der immer wachsenden Bedeutung der Forschung mit Synchrotronstrahlung auf. Er ist vielmehr vor allem auch den Menschen geschuldet, die gegebene Möglichkeiten genutzt und daraus Erfolge gemacht haben. - Fast überflüssig darauf hinzuweisen, dass dies ein Menschenschlag mit Pioniergeist ist, der hier zuvorderst gebraucht wird. Adlershof lebt von den Menschen mit Visionen, die ggf. auch bereits sind, selbst Hand anzulegen, "die Ärmel hochkrempeln". Adlershof ist jetzt voll im Werden und erfolgreich - immerhin arbeiten jetzt hier wieder fast 4500 Menschen (Tendenz steigend) und das Konzept von einer neuen Kultur der Netzwerkbildung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft beginnt zu greifen. Man kann es hier jetzt ja fast von einem auf den anderen Tag erleben, wie das Projekt seiner - zumindest äußeren - Vollendung entgegen geht. Dass hierbei, parallel zu dem turbulenten äußeren Aufbau in den Forschungseinrichtungen und innovativen Unternehmen, weit über Berlin hinaus beachtete und international vernetzte Forschungs- und Entwicklungsstrukturen entstanden sind, deren Leistung sich sehen lassen kann, verdanken wir nicht zuletzt den Wissenschaftlern, Ingenieuren, Technikern und Unternehmern hier vor Ort, die sich eben nicht daran störten (oder zumindest sich in ihrer Kreativität und Produktivität nicht dadurch hindern ließen), dass über weite Zeiträume hinweg ihr Arbeitsplatz ein sich von Woche zu Woche änderndes Provisorium war, die Aussicht von ihrem Schreibtisch aus auf den spröden Charme von Sandhaufen, Baufahrzeugen und maroden, wenn auch vielfach denkmalgeschützten Altbauten wenig Erbaulicheres als Lärm und Staub zu bieten hatte, und der tägliche Weg zum Labor oder Büro immer neue Abenteuer und Fallgruben in sich barg.

Verzeihen Sie mir diese etwas burschikosen Hinweise, aber ich möchte gerade diejenigen Kollegen und Besucher, die jetzt diesen Standort mit Staunen besichtigen und uns ernsthaft beneiden auch auf die außerordentlich schwierige Zeit hinweisen, die hinter uns liegt. Umgekehrt gibt es immer viel zu viele, die einen Gang nach Adlershof noch immer für unzumutbar halten. Bedenkenträger aller Provenienz sind eben leider auch in der Wissenschaftsregion Berlin noch immer allzu zahlreich.

Bei BESSY hingegen hat es nie am Engagement eines hervorragenden Mitarbeiterteams gemangelt. Lassen Sie uns die heutige Gelegenheit nutzen, einer hochmotivierten, fachlich exzellenten Mannschaft zu danken, die der Garant dafür ist, dass auch künftig Synchrotronstrahlung in höchster Qualität angeboten und der Nutzerservice in vorbildlicher Weise fortgeführt wird, so dass Forscher aus aller Welt eher noch häufiger nach Berlin kommen werden als bisher. Wir würdigen heute Ihre großartige Aufbau- und Serviceleistung der vergangenen 20 Jahre und - stellvertretend für viele Adlershofer - auch ganz besonders diese schwierigen aber auch erfüllten letzten 7 Jahre voller Engagement, Geduld und Ausdauer.

Erlauben Sie mir, bei dieser Gelegenheit einen Namen herauszuheben, der für viele eher unsichtbar stets effizient im Hintergrund gewirkt hat: den des langjährigen und jetzt aus seiner Funktion scheidenden Aufsichtsratsvorsitzenden, Herrn Dr. Wolfgang Hasenclever. Sie, lieber Herr Hasenclever, haben sich während ihrer inzwischen achtjährigen Amtszeit in vielfältiger Weise um BESSY verdient gemacht. Die Unterstützung der Max-Planck-Gesellschaft war

von ganz wesentlicher Bedeutung. Der Aufsichtsrat wird in seiner heutigen Abendveranstaltung noch im Einzelnen auf Ihr Wirken für BESSY eingehen. Daher möchte ich mich an dieser Stelle auf den besonderen Dank beschränken, den das Land Berlin der Max-Planck-Gesellschaft im Allgemeinen und Ihrem Wirken im Besonderen schuldet.

Bei allem Stolz auf das Vollbrachte und allem berechtigten Optimismus für die Zukunft dürfen wir nicht vergessen, sorgfältig auf die sich schnell wandelnden Randbedingungen für die Forschung zu achten. Es reicht heute nicht mehr aus, einen gut funktionierenden Servicebetrieb anzubieten oder ein wissenschaftlich relevantes Forschungsprogramm zu verfolgen. Zielgerichtete Anpassung an übergreifende Forschungsthemen und Entwicklungslinien bei enger inhaltlicher Kooperation über die Institutsgrenzen hinaus sind für alle staatlich finanzierten Forschungseinrichtungen und auch für eine Serviceeinrichtung wie BESSY unverzichtbar geworden. Von besonderer Bedeutung wird dabei die immer engere Zusammenarbeit von BESSY II und HMI auf dem Gebiet der Strukturforschung sein. - Und mit Blick auf den Kollegen Thomas möchte ich hier nachdrücklich betonen, dass es uns dabei nicht um zusätzliche Ressourcen oder bessere Finanzierungsschlüssel geht, sondern (bei voller Finanzierungsneutralität) ganz ausschließlich um eine optimale inhaltliche Entwicklung dieser beiden großen außeruniversitären Institute, die für die Berliner Wissenschaftslandschaft von ganz zentraler Bedeutung sind und in Zukunft noch viel mehr sein werden.

Berlin kann es sich eben schon lange nicht mehr leisten, seine Forschungspolitik im wesentlichen auf Mitnahmeeffekte zu beschränken und das Bestehende zu sichern. Die fehlenden finanziellen Spielräume zwingen einfach dazu, vorhandene Potenziale zu bündeln, zu profilieren und mit Phantasie und Kreativität zu erweitern. Die Berliner Forschungspolitik setzt hierbei auf ausgewählte Forschungsfelder im Vorfeld künftiger Schlüsseltechnologien, bei denen auf der vorhandenen wissenschaftlichen Expertise aufgebaut werden kann.

Die Berliner Wissenschaft braucht - lassen Sie mich dies hier in Adlershof nachdrücklich betonen - eine ganz enge Vernetzung von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Und dies gilt natürlich nicht nur für die Standorte Adlershof und Buch sondern ebenso auch für Mitte, Charlottenburg und Dahlem - wir müssen die Berliner Wissenschaftslandschaft als Ganzes sehen. Wissenschaft und Wissenschaftler in Berlin müssen es lernen, in Zukunft noch viel enger zusammenzuarbeiten, sich bei allem fruchtbaren Wettbewerb der verschiedenen Einrichtungen untereinander, auch miteinander auf gemeinsame Themen zu verständigen und strategische Allianzen zu bilden, mit welchen sie im überregionalen, globalen Wettbewerb bestehen können. Dabei sind insbesondere die Hochschulen mit ihrem großen Potenzial an jungen, hoch motivierten Menschen die Quelle der Innovation - gerade in Berlin. Und dieses Zusammenwirken kann dann seinerseits aufs fruchtbarste auf die Berliner Wirtschaft zurückwirken - durch Forschung, Lehre und praxisnahes Studium. BESSY ist ein herausragendes Zentrum für diese Art der Kooperation, die hier bzw. Willmersdorf seit vielen Jahren mit größtem Erfolg und praktisch ohne Friktionen praktiziert wird - möge dies Beispiel und Ansporn sein!

Ich erspare mir in diesem Kreise eine ausführliche Würdigung der Leistungen Berliner Wissenschafts- und Forschungspolitik und der Berliner Wissenschaftler seit der deutschen Wende ersparen. Trotz schwierigster Haushaltslage hat Berlin in dieser Zeit eine Vielzahl entscheidender strategischer Weichenstellungen vorgenommen und Grundsatzentscheidungen erfolgreich umgesetzt. Lassen Sie mich nur einige wenige Stichworte nennen:

die guten und vielfältigen Ansätze zur Zusammenarbeit mit der leider noch immer nicht in hinreichender Quantität hier ansässigen Wirtschaft und zu einer strategischen Vernetzung der Berlin-Brandenburger Technologiepolitik.

Und nirgendwo ist schließlich der Aufbauwille Berliner Politik so mit Händen zu greifen wie gerade hier in Adlershof. An dieser Stelle möchte ich aber auch dem Bund ganz herzlich Dank sagen, insbesondere dem BMBF (aber auch dem Wirtschaftsministerium), den jeweiligen politischen Leitungen wie auch den Mitarbeitern der Häuser. Ich darf diesen Dank stellvertretend an Sie, lieber Herr Kollege Thomas aussprechen und ich vertraue darauf, dass die von Ihnen schon erwähnte, gute kollegiale Zusammenarbeit zwischen den beiden Staatssekretären wie auch zwischen Ihrem Ministerium und unserer Senatsverwaltung in Zukunft weiter bewährt. Ihr Haus hat in der Vergangenheit - trotz so mancher realer oder vermuteter Oszillationen auf Berliner Seite - entschlossen und unbeirrt zu diesem Standort gestanden und ihn auf allen Ebenen unterstützt. Im außeruniversitären Bereich trägt der Bund fast 2/3 der finanziellen Aufwendung. Inzwischen hat Berlin seinerseits die Verlagerung der Naturwissenschaften der Humboldt-Universität nicht nur verbindlich bestätigt sondern jüngst eine Beschleunigungsplanung beschlossen, die den fast vollständigen Umzug der entsprechenden HU Bereiche vor Ende 2003 realisieren wird, so dass der Lehrbetrieb, bis auf die Biologie, komplett zum Wintersemester 2003 aufgenommen werden kann. Ein solches Umzugstempo ist mir von keiner anderen Standortverlagerung in der Bundesrepublik aus der Vergangenheit bekannt, sei es in München, Heidelberg oder wo auch immer.

Ich hoffe, nein, ich bin ganz gewiss, dass diese erfolgreiche Politik auch in den nächsten 5 fortgesetzt werden wird. Sie erlauben mir an dieser Stelle vielleicht einen aktuellen landespolitischen Einschub: wir lesen und hören ja von verschiedenen Denkmodellen über neue Ressortzuschnitte bei der künftigen Senatsbildung (ich erfahre dies übrigens meist auch wie Sie aus der Zeitung). Bei allem was da derzeit erwogen wird muss doch eines ganz klar sein: Die Bereiche Wissenschaft und Forschung gehören untrennbar zusammen. Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitäre Einrichtungen können nur als Einheit verstanden werden, wenn sie gemeinsam fruchtbar wirken sollen. Forschungsstrukturen können nur gemeinsam mit den Hochschulen weiter entwickelt und auch für die Wirtschaft nutzbar gemacht werden: Forschung ist ja gerade das, was Wissen schafft und was dann zeitnah gelehrt und studiert werden soll - so dass es anschließend in die Praxis umgesetzt werden kann. Es wäre eine außerordentliche Torheit, im Hinblick auf die derzeit irritierend geordneten Zuständigkeiten für die Berliner Technologiepolitik nun gar diese beiden Bereiche auseinander zu reißen. Umgekehrt wird eine sinnvolle Strategie daraus: die Technologieförderung muss in engster Abstimmung mit Wissenschaft und Forschung geplant und umgesetzt werden - am besten natürlich in einem Ressort! Dies würde endlich die sich häufig überkreuzenden Doppelstrategien und die komplizierten, nicht immer erfolgreichen Abstimmungsprozeduren zwischen den Häusern beenden und dem massiven Steuerungsdefizit der Berliner Wissenschaftsverwaltung durch Fehlen eines wirksamen Anreizsystems ein konstruktive Gegengewicht bieten. Und lassen Sie mich hinzufügen: ich würde nachdrücklich dafür plädieren, auch die Kultur in der Zuständigkeit dieses Ressorts zu belassen, dies steht nicht nur in der guten Tradition der "Kultusministerien" wie sie in vielen Ländern bestehen, es gibt auch eine ganze Reihe von Synergien und Komplementaritäten, die Wissenschaft und Forschung gut zu Gesicht stehen - und nicht zuletzt spricht auch sehr viel Praktisches dafür: die in den letzten Jahren erfolgreich abgelaufene Integration der betreffenden Fachabteilungen in ein Haus, die Mitarbeiter, die sich in ihren Aufgaben abgestimmt haben, und auf die noch anstehenden Schritte der Verwaltungsreform, die durch einen erneuten personellen Umschichtungsprozess gewiss nicht befördert würden.

Doch lassen Sie mich den Ausflug in die Berliner Alltagspolitik beenden und kurz noch ein Stichwort zur Zukunft sagen, wenn Sie so wollen Visionäres. Die BESSY GmbH wird auch in Zukunft eine herausragende Rolle in der Berliner Wissenschaftslandschaft spielen. Sie ist ein zentraler Baustein für das im Aufbau befindlichen Kompetenzfeld Strukturforschung - Strukturforschung sowohl in der Biologie als auch in der Materialforschung als auch in dem immer wichtiger werdenden interdisziplinären Zwischengebiet. Auf der Grundlage der Empfehlungen der sogenannten Martiensen-Kommission zur wissenschaftlichen Profilierung der Hahn-Meitner-Institut Berlin GmbH (HMI) sollen das HMI und BESSY II Hauptachse eines Berlin-zentrierten, jedoch überregional vernetzten Kompetenzfeldes Strukturforschung mit weltweiter Ausstrahlung werden. Die Voraussetzungen dafür sind einzigartig: Berlin verfügt über alle modernen, dafür erforderlichen Sonden, von der Neutronen- und Ionenstrahlung über die Synchrotronstrahlung, Höchstfeld- und Kurzpulslaser sowie höchstauflösende Elektronenen- und KernspinresonanzTechniken. Um die Achse HMI - BESSY II gruppiert sich darüberhinaus ein ganzes Ensemble neuer, sich wechselseitig ergänzender Forschungsinitiativen und Netzwerke.

Es wird überregional erweitert durch den Ausbau der Kooperationsbeziehungen von HMI und BESSY II zum Forschungszentrum Jülich (FZJ) und zum Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) Hamburg. Dies sichert die Einbindung der Berliner Aktivitäten in die großen nationalen und europäischen Forschungsprojekte und bietet der regionalen Struktur- und Materialforschung eine attraktive Langfristperspektive. Und daraus wird, dies ist meine feste Überzeugung schließlich auch die Zukunft von BESSY erwachsen.

Lieber Herr Kollege Thomas,

es ist meine feste Überzeugung, dass wir jetzt daran gehen müssen, die vierte Generation einer Strahlungsquelle zu planen und vorzubereiten. Das Land Berlin wird die von BESSY und HMI vorgeschlagene Planungs- und Vorbereitungsgruppe für einen Berliner Freie Elektronen Laser (BESSY III) im Rahmen seiner - derzeit leider nur begrenzten - Möglichkeiten nachdrücklich unterstützen. Ich will aber hier doch einmal das Stichwort Zukunftsfonds nennen, denn mit dieser Initiative wollen wir wirklich die Zukunft für BESSY und für Adlershof erschließen. Die genannten Vorarbeiten werden dann eine gute Basis dafür bilden, dass sich auch der Bund in gewohnter Weise ebenfalls bei der Umsetzung und Realisierung dieses Projekts engagiert.

In diesem Sinne verbinde ich den Dank an die gesamte BESSY- Mannschaft für die in den vergangenen 20 Jahren geleistete hervorragende Arbeit - viele sind ja noch von Anfang an mit dabei - mit meinen besten Wünschen für einen schnellen Endausbau von BESSY II und eine weiterhin ertragreiche wissenschaftliche Arbeit. Mögen wir uns mit einer vergleichbar exzellenten Erfolgsbilanz und bei ähnlich guter Stimmung zur Einweihung des Free Elektron Lasers BESSY III an der Kanaluferstrasse in, sagen wir sechs bis spätestens 10 Jahren wiedersehen!