Prof. Dr. Ingolf Hertel - Reden
Ansprache des Geschäftsführenden Direktors zur offiziellen Eröffnung des MBI am 22.10.1993
PERSPEKTIVEN FÜR DAS MBI UND DEN STANDORT ADLERSHOF

 

Magnifizenzen, Frau Präsidentin und Präsidenten, Spektabilitäten, Würden- und Amtsträger und Kollegen von nah und fern, Freunde, Verwandte, Bekannte, kritische Wegbegleiter und last not least liebe Mitarbeiter des MBI,

was bleibt mir noch zu sagen nach so umfassenden Ansprachen, für die ich all meinen Vorrednern sehr herzlich danke? Vor allem Dank wird es sein, den ich auch namens meiner Direktorenkollegen Sandner und Elsässer und der Mitarbeiter des MBI auszusprechen habe, wobei ich mir aber, sozusagen auf eigene Rechnung, die Freiheit zur einen oder anderen gelegentlichen kritischen oder hinweisenden Zwischenruf nehmen werde. Im übrigen scheint alles wesentliche ja gesagt: Stimulierende Worte sind gefallen, Zahlen und Fakten wurden uns vor Augen geführt, die Erwartungen, die mit unserem Institut und dem Forschungsund Technologiepark Adlershof verbunden sind, wurden deutlich gemacht, und schüchtern uns nicht ein und der Glanz des Namenspatrons Max Born steht als Herausforderung gewichtig im Raum. In diesem Raum, den wir, der eine oder andere mag sich ob des eigenen Charmes dieses Ortes schon gewundert habensehr bewußt im Weichbild unseres Instituts gewählt haben, um Ihnen die lokale Befindlichkeit handgreiflich deutlich zu machen, anstatt Sie in einem mittelmäßigen Versammlungsraum, wie Sie ihn alle Tage viel besser an anderer Stelle erleben können, in fußläufiger Entfernung im Glauben zu wiegen, es sei ja alles schon in bester Ordnung im Osten der deutschen Hauptstadt Berlin, zumindest akzeptabel. Und auch wenn Sie nachher die Labors besichtigen werden, die apparativ und personell inzwischen recht gut ausgestattet sind, sollten Sie nicht vergessen, daß die Bausubstanz dort zwar besser angestrichen, aber vom Kern her nicht weniger sanierungsbedürftig ist, als diese offensichtlich marode Halle. Beachten Sie: der Zustand dieses Bauwerks dokumentiert das Endergebnis einer staatlich geplanten, zentral gelenkten Forschungsstruktur sehr sinnbildlich.

Mit besonderer Freude haben wir daher sowohl von Ihnen Herr StS als auch von Ihnen Herr Dr. Bechte gehört, daß wir nach einer nicht unbeträchtlichen Vorlaufzeit nun das grüne Licht von beiden Zuwendungsgebern Land und Bund zur Erstellung der endgültigen Bauund Sanierungsplanungsunterlagen haben, und wir sind zuversichtlich, daß dieser Planungsphase dann auch bald die Tat folgen kann. Nur so werden wir überhaupt in die Lage versetzt, ein international konkurrenzfähiges Forschungsinstitut in einem extrem kompetitiven und technisch aufwendigen Feld moderener Laserforschung anzugehen. Daß solch ein Unterfangen, welches langfristig in dem von allen Beteiligten gewünschten Center of Excellenz gipfeln soll, in Zeiten extremer finanzieller Schwierigkeiten der öffentlichen Hände überhaupt denkbar ist, verdanken wir erheblichen Kraftanstrengungen sowohl auf der Seite des Landes Berlin, als auch beim Bund, und einem Höchstmaß an persönlichen Engagement aller dort Beteiligten. Allen voran möchte ich daher Ihnen, Herr Senator Prof. Erhardt unser aller ganz besonders herzlichsten Dank aussprechen, für das, was Sie in den vergangenen 1 1/2 Jahren für den Aufbau der Wissenschaftlandschaft Ost allgemein, für Adlershof im Besonderen und ganz speziell für unser Institut getan haben. Sie haben sich in einer für einen Wissenschaftsminister eines Landes wirklich ganz außergewöhlichen Weise um den Fortgang der Entwicklung gekümmert und es sich nicht nehmen lassen, da wo Sand im Getriebe war, persönlich Hand anzulegen, um die Dinge gängig zu machen. Erlauben Sie mir, daß ich Ihnen daher ein kleines Präsent des MBI als Dank und als Erinnerung an den heutigen Tag überreiche. Es handelt sich um einen schematischen Nachbau unter Verwendung von Orginalbauteilen des ersten Rubinlasers, wie er hier am ehemaligen ZOS vor vielen Jahren nach den im fernen, unerreichbaren Westen verfügbaren Geräten gebaut wurde. Auch Ihnen, Herr Staatsekretär Prof. Thiess möchte ich unseren herzlichen Dank aussprechen. Besonders gefreut hat es mich, Sie in zunehmendem Maße als einen Adlershof Fan erleben zu dürfen, der entschiedenen für die Belange des Standorts eintritt. Dies ist umso bedeutsamer, als viele von uns Ihre anfängliche Skepsis, ohne dies offen zu artikulieren, ja häufig teilen mußten. Wenn der Standort inzwischen stabil ist und planungssicherheit bietet, dann hängt dies zum einen mit dem zunehmenden Harmoniebedürfnis der beteiligten Verwaltungen zusammen, Wissenschaft, Wirtschaft und Stadtentwicklung und Umweltplanung sowie Bauen und Wohnen haben hier gerade im städtebaulichen Gutachterverfahren, dessen für uns wesentlichste Ergebnisse sie draußen im Vorraum sehen, besonders vorbildlich und konstruktiv zusammengearbeitet. Ganz entscheidend ist aber auch die neu erstandene EGA und insbesondere die unermüdliche und hoch kompetente Managerarbeit ihres Geschäftsführes Busch, dem ich an dieser Stelle ausdrücklich unser aller Dank und Vertrauen aussprechen möchte.

Die Namen all der an der positiven Entwicklung des MBI und des Standorts Adlershof bisher beteiligten Mitarbeiter der Senatsverwaltung für Wissenschaft und Forschung dankend zu erwähnen, hieße die Geduld unserer Gäste arg zu strapazieren. Stellvertretend sei aber Herrn LtdSenR Stoehr und Dr. Schuchardt sehr herzlich gedankt, für ein erstaunliches Maß an unbürokratischer Flexibilität, konstruktiver Hilfestellung und pragmatischer Handlungsbereitschaft, welches für Ihr Haus, Herr Senator, charakteristisch ist, und welches, trotz vieler komplexer und bisweilen schwer durchschaubarer dynamischen Zusammenhänge, das tägliche Leben dann doch wieder angenehm und durchstehbar macht. Auch Herr Groscurth, der in der Anfangsphase des Institutsaufbaus viele wichtige Impulse beigesteuert hat, sei hier dankend genannt.

Für ein Institut der Blauen Liste, welches zu je 50% von Land und Bund finanziert wird, wäre aber die beste Landesverwaltung wirkungslos, wenn sie nicht auf der Seite des BMFT ihre Entsprechung fände. Hier möchte ich, ebenfalls nur stellvertretend, Frau Dipl. Ing. Noske für ihr intensives und kreatives Engagement zum Wohle des MBI danken. Ich tue dies mit einem Blumenstrauß, den ich aber symbolisch dem gesamten BMFT zudenken möchte, insbesondere den Herren RegDir Dr. Röhrig, MinR Dr. Bechte, MinR Dr. Schunk und auch dem früheren Genius Loci, MinR Grübel, ohne deren Mitwirken vor und hinter den Kulissen sehr vieles nicht liefe.

Meine Damen und Herren,

die festliche Eröffnungsfeier eines Instituts, welches schon seit Ende '91 operiert, findet im Jahre vier der deutschen Wiedervereinigung Ihren Sinn als Meilenstein, der die Gründungsphase und die Periode der ersten Wegfindung abschließt. Die Verabschiedung des letzten der Kooperationsverträge mit den drei Berliner Universitäten gestern vom Fachbereich Physik der TUB gibt mir Gelegenheit, hier einmal die große Flexibilität der Berliner Unversitäten bei den gemeinsamen Berufungen zu rühmen, da der Ablauf der unter extremem Zeitdruck stehenden Berufungsverfahren die Kooperationsbereitschaft der Universitäten bisweilen schon einer harten Bewährungsprobe ausgesetzt hat. Ich darf den hier anwesenden Physik-Dekanen der drei Berliner Universitäten den herzlichen Dank unseres Direktorenkollegiums an Ihre Fachbereiche mitgeben, Dank für die Überwindung aller, bisweilen wohl auch mal selbst aufgestellter Hürden und für den guten Geist der all unsere Gespräche bestimmte.

Größter Dank, dies machten schon die vorangehenden Grußworte deutlich, gebührt dem Gründungskomitee für die außerordentlich intensive und für alle Seiten nicht ganz einfache Arbeit des letzten Jahres. Mit Herrn Kollegen Walther verbinden mich diese Monate des Ringens um den richtigen Weg in außerordentlich vielfältiger, unvergeßlicher Weise und haben, so glaube ich, sehr zur Vertiefung unserer immer schon guten Beziehung beigetragen. Die Kollegen Kneubühl, Demtröder und Schmidt haben vor wie auch hinter den Kulissen viel bewegt und bewirkt, was die jetzt gemeinsam gefundenen Lösungen zu wirklich zukunftsweisenden Konzepten macht. Ihnen Herr Kollege Welling als Vorsitzendem des Gründungskomittes möchte ich auf besondere Weise danken. Ihr, man kann schon sagen über lange Zeiten konstantes Eingespanntsein in die Entwicklung des MBI, ihr geschicktes Umschiffen zahlloser Klippen beim Werden des Instituts und ihre inzwischen Legende gewordenen, oft spontane angesetzten, bisweilen nächtliche Reisen nach Berlin rücken nicht zuletzt auch Ihre Gattin, als geduldige Leidensträgering all dieser Bewegung ins Zentrum unserer Bewunderung. Ihnen liebe Frau Welling sei daher stellvertetend für Ihren Gatten dieser Blumenstrauß gewidmet.

Eine unverzichtbare Stütze für das Gründungskomittee aber vor allem auch für meine Arbeit hier seit Mai 1992 war der erste kommissarische Leiter des Instituts Prof. Brunner. Seine intime Kenntnis der Vorgeschichte des ZOS, der Wendezeit und der Menschen, um die es hier ja vor allem auch ging, machte ihn bis zu seiner Pensionierung Ende '92 für mich zu einem unentbehrlichen Partner in der harten Gründungsphase. Lieber Herr Brunner, wir beide erinnern uns der vielen schönen, erfolgreichen Tage dieser ersten, außerordentlich intensiven Zeit, aber auch der schwierigen, ja bisweilen unmöglichen Situationen. Ihr steter Optimismus, Ihre verläßliche Parnterschaft und Ihre umsichtige Tatkraft hat das, was das Institut jetzt ausmacht ganz entscheidend mit geprägt. Mir persönlich hat Ihre Arbeit, das Gespräch mit Ihnen mehr als einmal über kritische Situationen hinweggeholfen. Meinen ganz, ganz herzlichen Dank und mögen Sie auch weiterhin wie bisher dem Institut kreativ verbunden sein.

Diese erste Periode der Richtungsfindung wurde abgelöst durch die Zusammenarbeit mit den vom Gründungskomitte schließlich benannten zwei weiteren Direktoren. Ich möchte an dieser Stelle meiner großen Freude darüber Ausdruck geben, daß ich in Wolfgang Sandner und Thomas Elsässer zwei ungewöhnlich engagierte, zupackende und menschlich wie fachlich ungewöhnlich kompetente Kollegen gefunden habe, mit denen es Spaß macht, dieses Institut aufzubauen, und mit denen zusammen ich sicher bin, daß das MBI erfolgreich sein wird. Wenn ich mich selbst an jenen grauen regennassen Dezembertag des Jahres 1991 erinnere, als ich zum ersten Mal Adlershofer Areal betrat, so wird mir immer wieder deutlich, wie wenig selbstverständlich es für zwei in der westlichen Wissenschaftsscene so gut etablierte, international renomierte Kollegen war, den Sprung hierher, ins sozusagen kalte Wasser zu tun. Und auch die erstklassigen jüngeren Mitarbeiter, die wir aus den alten Bundesländern gewinnen konnten, sind ein Glücksfall hohen Ausmaßes. Pioniergeist, Fähigkeit zur Vision und Furchtlosigkeit sind die Kriterien all derer, die Anfang 1993 den Entschluß faßten, hier mit ihrer ganzen Person, mit ihren Fähigkeiten, ihrem wissenschaftlichen Ansehen und ihren ganzen beruflichen Erwartungen hier einzusteigen. In entsprechend varrierter Form gilt dies auch für die Diplomanden und Doktoranden, die mutig ihre Apparaturen am sicheren Heimatsuniversitätsstandort eingepackten, nach Adlershof transportierten und hier im fliegenden Start neu begonnen. Ihnen allen gebührt unser Dank. Was hieraus entstehen könnte, nein ich bin überzeugt: entstehen wird, ist auch ein Stück gelungener Wiederveinigung: wir wollen die hohe, z.T. sehr spezialisierte Fachkomptenz, die wir im Institut bei den ehemaligen Mitarbeitern der Akademie vorfinden, dieses bedeutende wissenschaftliche und menschliche Potential, zusammenführen mit der von uns im Westen von Kindesbeinen an eingeübten Aggressivität, Spontaneität und mit dem eingeimpften Innovationsdrang. Wir wollen methodischtechnische Spitzenleistungen bei der Entwicklung von Femtosekunden -Lasern und der nichtlinearen Spektroskopie verbinden mit spannenden Untersuchungsobjekten etwa im Bereich der Clusterphysik, der Atomphysik oder der Halbleiterphysik für welche die Direktoren und die neuen Mitarbeiter besonders ausgewiesen sind. Auf diese Weise wird hier etwas neues geschaffen, das vielleicht in diesem wissenschaftlich menschlichen Wiedervereinigungsprozess beispielhaft sein und zu wirklich herausragenden, weltweit konkurrenzlosen Forschungsleistungen führen könnte.

Natürlich steht es mir nicht an, Politikern oder gar Bonner Regierungsbeamten Ratschläge zu erteilen. Aber wünschen darf ich mir ja vielleicht doch etwas: daß ein wenig von dem hier am MBI kultivierten Pioniergeist, von dem Mut zum Neuen, welchen die Direktoren aber auch die jungen Wissenschaftler und Studenten an diesem z.Zt. noch so seltsam anmutenden Ort täglich aufbringen, auf unser Bonner Parlament und Regierung abfärben möge. Gebraucht wird dieser Wille zum Anpacken beim Wiederaufbau dort, wo dieser Wiederaufbau tatsächlich vonstatten geht! Gebraucht wird die Bereitschaft auch mit Provisorien zu leben, die übrigens, wie unsere Baubetreuer von der Max-Planck Bauabteilung nachweisen (auch ihnen sei herzlich Dank), pro qm nur einen Bruchteil der anderenorts angestrebten endgültigen Glaspaläste kosten werden (Stichwort:Lichtatmosphäre im Reichstag). Ich würde mir also wünschen, daß unser Beispiel, das Beispiel Adlershof, beim Regierungsumzug von Bonn nach Berlin Schule machen würde, wobei der Bundestag ja gar nicht mal unbedingt in Gebäude von dem Typ dieser Halle hier zu ziehen brauchte. Ich bin fest davon überzeugt, daß dieses neue Deutschland nur nur dann innerhalb von weniger als ein oder zwei Generationen wirklich zusammenwachsen wird, wenn die Wiedervereinigung nicht von Bonn aus verwaltet, sondern von Berlin aus gestaltet wird.

Eine paar letzte Gedanken: Wir sind zutiefst befriedigt und sehen dies auch in den Grußworten von SenWisForsch und BMFT nochmals deutlich bestätigt, daß trotz schwieriger forschungspolitischer Großwetterlage, wo mancher schon den Untergang der ausgezeichneten deutschen Grundlagenforschung kommen sieht, mit dem MBI ein der reinen Grundlagenforschung gewidmetes Institut auf einem innovativen Gebiet geschaffen wurde, von dem man freilich ahnen kann, daß es im kommenden Jahrtausend auch wirtschaftliche Früchte trägt. Dies allein sollte uns alle hoffen lassen, daß etwa das britische, erfolglos praktizierte Thatcher'sche Forschungspolitikexperiment der letzten 10 oder 20 Jahre in unserem Lande nicht wiederholt zu werden braucht. Nun mag man ja argumentieren, daß man so etwas ja besser als die Briten machen könne. Nun, ich kann mir nicht vorstellen, wie die großen Erfindungen und Entdeckungen der modernen Physik durch gezielte Forschungssteuerung oder Industrieführerschaft bei der Auswahl von Themen hätten gewonnen werden können. Um nur zwei Beispiele zu nennen: man braucht sich nur die zeitgenössischen Karikaturen von 1888 anzuschauen, um zu wissen, daß der 'Marktführer' Telegraphengesellschaft niemals die Entdeckung der elektromagnetischen Wellen durch Heinrich Hertz unterstützt hätte, da dieser ja die verrückten Theorien eines James Clerk Maxwell ernst nahm. Oder man stelle sich Shawlow vor, wer immer ihn einmal erlebt hat, den Erfinder des He-Ne Lasers, in einem großen Verbundprojekt mit der optischen Industrie seiner Zeit, in gemeinsamer Anstrengung nach der Realisierung optischer Verstärker und Resonatorkonfigurationen suchend. Wie gesagt, es besteht ja keine Gefahr, daß solches Leitbild überhand nähme, solange Grundlagenforschung mit regionalem Schwerpunkt und überregionaler Bedeutung im Rahmen der Blauen Liste gefördert wird.

Dies heißt natürlich nicht, daß wir uns im luftleeren Raum befinden. Ganz im Gegenteil: wir sind hier in Adlershof eingebunden, wo nach dem Willen des Berliner Senats einmal eine integrierte Landschaft aus Lehre, Forschung, Entwicklung und Wirtschaft entstehen soll, die Mustercharakter für eine neue Art von Zusammenarbeit zwischen universitärer, außeruniversitärer Forschung und Lehre einerseits, und zwanglose, nicht administrativ gesteuerte Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft andererseits haben könnte. Unser Gesellschaftund Wirtschaftssystem funktioniert ja bekannterweise überall dort am besten, wo man es weitgehend frei von staatlichen Eingriffen aber durch die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen lebendig und wachsend hält. Der Wissenschaftsrat hatte hier ja, und dies sei ihm besonders gedankt, "Pluralität der organisatorischen Trägerschaft und Vielfalt der Finanzierung und Förderung der Forschung" empfohlen (und eben nicht z.B. eine neue Großforschungseinrichtung). Adlerhof könnte also eine echte Alternative sein: Durch Schaffung geeigneter Infrastruktur eine Lokalität schaffen, wo sich Zusammenarbeit, Synergie, und Umsetzung von Forschungergebnissen automatisch ergibt. Wir wollen am MBI daran intensiv mitarbeiten und so den Standort Deutschland auch im 21. Jahrhundert erhalten helfen.

Meine Damen und Herren,

ich komme zum Ende und bin noch zwei Danksagungen schuldig: Frau Krüger und Frau Bayr haben alle Lasten von Sekretärinnen der Gründungsdirektoren unverzagt von ersten Tage an getragen. Daher Ihnen, meine Damen, ein Blumenstrauß,der Ihnen deutlich machen mag, wie sehr wir Ihre Arbeit schätzen. Bei Frau Bayr erlebe ich es täglich aufs Neue. Ihr unermüdlicher, aufopferungsvoller, selbsloser Dienst ist für das Institut unverzichtbar. Herzlichsten Dank und machen Sie weiter so. Auch dieser Dank sei wieder symbolisch verstanden und an alle Mitarbeiter des Instituts weitergegeben, die sich über die reine Dienstverpflichtung hinaus, über die Notwendigkeiten der Arbeitsplatzbeschreibung hinaus, für die Belange des Instituts einsetzten und die Sache des MBI zu ihrer eigenen machen. Es sind derer nicht wenige. Stecken Sie mit ihrem Geist die übrigen Mitarbeiter um sich herum an. Dann wird das MBI unschlagbar sein.

Und schließlich, ohne Blumen aber ganz, ganz besonders herzlich möchte ich meiner Familie danken (auch dies beispielhaft für die Familien der Kollegen Sandner und Elsässer). Meine 3 Töchter und meine Frau haben ihren Vater bzw. Mann allzuoft, eigentlich fast immer, in den letzten 19 Monaten vermissen müssen. Und trotz ihrer Begeisterung für Berlin verdirbt ihnen das die Feude doch ein wenig. Sie tragen es dennoch, sie geben mir täglich Kraft und helfen mir, wenn ich mal wieder am Boden bin. Ohne Euch könnte ich diesen Job nicht machen, wäre ich nur ein halber Mensch. Ich danke dafür und werd's nicht vergessen.

Ihnen allen, liebe Gäste, danke ich daß Sie den Weg hierher, an diesen seltsamen, aber hoffnungsvollen Ort gewagt haben. Bitte helfen Sie uns in Zukunft beim Aufbau auf Ihre Weise, sagen Sie draußen Gutes von uns. Ich freue mich, daß wir diesen Tag zusammen feiern können. Ich wünsche Ihnen und uns allen viel Spaß und Freude. Fließtext: "fliesstext" als Style, sollte außer bei den Absätzen keine Umbrüche enthalten, da er sich der Bildschirmgröße des Benutzers anpassen soll. Absätze werden durch eine Leerzeile gekennzeichnet.

 

  öffnet ein neues Fenster zum drucken Stand: 29.Maio 2001
Verantwortlich für den Inhalt:   Prof. Dr. Ingolf Hertel; mailto:hertel@mbi-berlin.de
 

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